Am Tag nach unserer letztjährigen Generalversammlung machte sich ein kleines Grüppchen bestehend aus Stephan, Miloš und mir – auf, eine Erstbefahrung zu wagen. Unser Ziel war das Skigebiet Melchsee-Frutt. Doch bevor wir endlich auf den Skiern standen, gab es einige Herausforderungen zu meistern. Die letzten paar hundert Meter schlichen wir in einem zähen Stopp-and- Go-Verkehr dahin, und der Parkplatzservice hatte uns auch noch den morastigsten Parkplatz weit und breit zugewiesen. Doch schliesslich brachte uns ein Gondeli von der Stöckalp ins Skigebiet. Es ist zwar überschaubar, aber die Schneeverhältnisse waren hervorragend. Witzig war, dass wir mit einem flachen Schleppseil über den Melchsee gezogen wurden, um zu den Liften zu gelangen. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir, zusammen mit vielen anderen Skifahrern, den Ausflug. Einige Bilder dazu findet ihr im WhatsApp-Chat.
Von den im Jahresprogramm vorgesehenen Kanu-Ausflügen fanden leider nur drei statt, dafür waren diese überdurchschnittlich gut besucht. Über Auffahrt verbrachten wir zu sechst ein paar unvergessliche Tage im nahegelegenen Österreich. Die Flüsse Obere Bregen- zerach, Lech, Imsterschlucht (Inn) und Mittlerer Lutzbach werden uns sicher allen in Erinnerung bleiben wobei das nicht unbe- dingt nur im positiven Sinne.
Ebenfalls für vier Tage über das verlän- gerte 1. August Wochenende, fuhren fünf Paddler ins Unterengadin. Zwar gibt es dort im Wesentlichen nur einen Fluss, den Inn, aber dieser bietet zahlreiche Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Beide Ausflüge sind ausführlich im Herbst -Limmatpaddler beschrieben. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Autoren bedanken, die immer wieder mit viel Be- geisterung spannende und gern gelesene Berichte verfassen. Natürlich darf ich auch unseren Aktuar André nicht vergessen, der den LiPa mit viel Liebe zum Detail zu- sammenstellt.
Aber Moment, ich habe doch von drei Ausflügen gesprochen, bislang aber erst zwei erwähnt. Genau, der Klassiker, die Abschlussfahrt mit anschliessendem Poulet-Flügeli-Schmaus, fehlt noch. Am 13. Oktober führte die Reuss mit rund 220 m3/s so viel Wasser, dass wir uns entschlossen, bis nach Mülligen zu Paddeln. Zu fünft – Adinda, Erik Jan, Stephan, unser Neuling Toni und ich starteten wir, allerdings mit einer kleinen Odyssee. Die Zufahrt zur Brücke bei Mülligen war gerade im Umbau, weshalb wir einen Umweg über Windisch fahren mussten. Wahrscheinlich brauchte es diese Zeit, denn zuvor regnete es stellenweise heftig und so war es beim Umziehen bereits am trocknen. In Bremgarten hofften wir auf eine offene Schleuse bei dieser Wassermenge, aber leider Fehlanzeige. Dafür war der Sprung, also eigentlich das Geradeauspaddeln über das Streichwehr von der rechten Seite her, problemlos möglich. Nicht alle nahmen diesen Wasserweg, die „Vernünftigen“ stiegen unterhalb des Kraftwerkes ein. Die Fahrt selbst war dann ra- sant, aber auch etwas eintönig, da viele Spielstellen überflutet waren. Und obwohl wir zügig unterwegs waren, zog sich die län- gere Strecke dann doch noch etwas in die Länge. Als wir uns unten wieder von den Kanuklamotten befreiten, stiess André zu uns. Auch er wollte sich das Festessen im Restaurant Rössli nicht entgehen lassen.
Neben den Ausflügen findet das Kanuleben aber hauptsächlich auf der Limmat und im Chrottebädli in Nussbaumen statt. Und Nussbaumen war letztes Jahr gross in den Medien, denn in der Tiefgarage Markthof tat es am 13. Juni um 19:00 Uhr einen lau- ten Knall. Dieser,,mächtige Badabum“ verursachte erheblichen Sachschaden an diversen Gebäuden, auch an der Pizzeria Markt- hof, in der wir normalerweise zu Gast sind. Der Grund war, dass zwei Personen in einem zugemieteten Raum in der Tiefgarage mit Feuerwerk hantierten. Und darum findet die GV heute hier in Ennetbaden im Restaurant Sonne statt.
Auch auf Abbruch wurde an den beiden Bautagen im Clubareal gearbeitet. Die Rückwand des Aufenthaltsraumes musste saniert werden. Die Bretter dafür wurden bereits letztes Jahr zugesägt und grundiert. Einen ersten Farbanstrich erhielten sie noch vor dem Frühlingsbautag durch Andi Hiller, der zweite folgt bald. Neben der Rückwand wurde auch an vielen anderen Stellen fleis- sig gearbeitet. Wie jedes Jahr musste das Grünzeug in Schach gehalten und die Hütten sowie Böden gesäubert werden. Vielen Dank an alle Helfer!
Speziell hervorheben möchte ich unsere Installation für den OBSI-Trail, die während des Herbstbautages an der Stirnseite des Spielplatzes bei unserem Posten mit der Nummer 1 erstellt wurde.
Der Pfahl, geschmückt mit zwei gekreuzten Paddeln und einigen Seilen zum Knoten üben, konnte gerade noch rechtzeitig fertig- gestellt werden. Am folgenden Tag fand nämlich die offizielle Eröffnungsfeier statt. Dazu ein kurzer Auszug aus einem BT- Artikel:
Mit einer stimmungsvollen Feier auf dem Gemeindeplatz Obersiggenthal wurde die Karte als Informationstafel vom Verein OBSI -Trail präsentiert und vor Ort installiert. Der Anlass wurde von vielen interessierten Einwohnern mit Spannung erwartet. Ein Kernteam aus 14 Personen hat als Freiwilligenarbeit über mehrere Jahre die Idee ausgearbeitet und in Zusammenarbeit mit Privaten, Vereinen und einigen Gewerben eine Vielzahl von Posten mit unterschiedlichen Themen erstellt. Diese erzählen über Menschen und Historisches aus dem Siggenthal, über Tiere und Natur, Märchen und Sagen wie auch aktuelles zu Energie und Erholung.
Die Initiantin Maya Sieber erzählte die Entstehungsgeschichte und präsentierte die Posten-Errichter, so dass wir am Schluss alle auf einer kleinen Bühne standen und einen tosenden Applaus für unsere Arbeit entgegennehmen durften.
Nicht unerwähnt bleiben soll der Badener Slalom vom 7./8. September als Schweizer Meisterschaft ausgetragen. Neben dem eigentlichen Slalom, wurde zum zweiten Mal auf dieser Strecke ein Boater-Cross Wettkampf ausgetragen. Auch wenn diese Disziplin für der Zuschauer sehr attraktiv ist, bedeutet sie im Vorfeld einiges an Mehraufwand. Es müssen zusätzliche Drahtseile präzise über die Limmat gespannt werden, damit die grossen unhandlichen Tore daran aufgehängt werden können. Immerhin entfiel diesmal das Erstellen einer Startrampe aus Holz. Manuel Munsch hat im Rahmen seiner Bachelorarbeit eine mobile Me- tallrampe entwickelt, welche erst die Woche zuvor fertig wurde und am Badener quasi die Feuertaufe hatte.
Zum Schluss noch ein paar Worte zu unseren Käse-Aktivitäten: Chlaushöck und Winterevent.
Der Chlaus war gut besucht, und die Bäucher waren reichlich gefüllt. Ein grosses Dankeschön an die Organisatoren Florian und Stephan! Überrascht hat uns Berni mit seiner mehrseitigen, selbstgeschrieben Weihnachtsgeschichte. Vielleicht kann ich ihn ja für den nächstes Bericht um Unterstützung bitten. Aus seinen präsidialen Zeiten weiss er sicherlich noch, wie das geht
Der Winterevent fand aufgrund des Schneemangels wieder im Go-Easy statt. Zu sechst versuchten wir uns beim Bowling, und jagten nach Strikes. Martin schaffte in einer Runde gleich vier, was ihm ein gratis Getränk einbrachte. Im Anschluss machten wir dann unfreiwillig eine kleine Tour de Siggenthal. Völlig unerwartet war unsere Fondue-Beiz Steinenbühl geschlossen. Da andere Restaurants zu dieser Zeit kein Fondue mehr anboten, landeten wir schliesslich bei Picone in Klingnau und genossen eine Pizza mit Käse oben drauf